3.8.2017 – Piz Badile „Cassin“

Wieder einmal bin ich mit Röbi am Piz Badile, ein Jahr zuvor hat uns der Regen vor einer Begehung der Cassinroute in der Nordostwand abgehalten. Dieses Jahr ist der Wetterbericht sehr gut und wir sind zuversichtlich dass es klappt. Das einzige, was man immer wieder hört und liest sind die unglaublichen Staus in dieser Route weil gewisse Seilschaften Probleme mit der Routenfindung haben.

Wir sind früh dran, denn wir wollen die ersten in der Route sein und auf keinem Fall in irgendeinen Stau kommen. Vom Einstieg der Badilekante seilen wir einmal ab aufs Querband, welches zum Einstieg der Cassin führt. Dieses traversieren wir um 5:30 Uhr und sind auch die ersten. Den Schneeresten umgehen wir einfach auf der Talseite.
Die ersten paar Seillängen klettern wir simultan und die Wegfindung ist total einfach und es ist uns ein Rätsel wie man sich denn hier versteigen soll. Man quert ganz einfach den logischen Riss immer nach links raus bis man hinter einem grossen Felsblock den 1. Stand bezieht bevor die richtige Kletterei losgeht. Ab hier sichern wir eigentlich die gesamte Wand durch.
Die Kletterei ist schön und man folgt immer der logischen Struktur. Wir sind mit dem Topo von Marcel Dettling (mdettling.blogspot.ch) unterwegs und finden es sehr passend. Sicher das Beste, welches momentan kursiert.
Die Schlüsselstelle ist eine Piazverschneidung, bei welcher man auswählen kann, welchen Schlaghaken man einhängen will, weil’s soviele hat. Allgemein stecken in der Route immer mal wieder Schlaghaken und ansonsten kann man mit Friends tiptop absichern. Ansonsten muss ich wohl keine weiteren Stellen speziell beschreiben, da dies im Internet bereits zur Genüge gemacht wurde.

Wir stiegen dann nach Süden in die Gianetti-Hütte ab um am nächsten Tag noch am Dente della Vecchia zu klettern bevor wir die lange Wanderung zurück auf uns nahmen.

Fazit

Als eine der 6 grossen Nordwände ist sie vielen Leuten bekannt. Die Kletterei ist durchwegs interessant und der Fels kompakt. Die Länge sollte nicht unterschätzt werden. Die Schwierigkeiten bewegen sich stetig im 5. und unteren 6. Schwierigkeitsgrad und ein eingespieltes Team ist von Vorteil um die Wand in einer vernünftigen Zeit zu begehen.

Zeit:
Die idealen Verhältnisse in dieser Wand trifft man meist im Hochsommer, wenn alles trocken ist und die Sonne noch in die oberen Kamine scheint um diese abzutrocknen. Später in der Saison, wenn die Sonne nicht mehr rein kommt, können diese nass sein und das Klettern ist nicht mehr ganz so geniessbar.

Unsere Zeit:
4:00 Uhr Start bei der Sasc-Furä Hütte
5:30 Uhr am Einstiegsband das zur Cassin führt
11:00 Uhr Gipfel Piz Badile
13:30 Gianettihütte

Material:
– 50m/60m Halbseile
– abgespeckter Satz Friends (0.4 – 2)
– 8-10 Expressschlingen
– Kletterausrüstung
– Helm

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